Schwusos Sachsen-Anhalt

Budde: Kampf gegen Aids weiter dringend notwendig – Land stockt Mittel der AIDS-Hilfe deutlich auf

Landespolitik

 

Die SPD hat in der Regierungskoalition eine Erhöhung der Zuweisungen für die AIDS-Hilfen in Sachsen-Anhalt durchgesetzt. Anlässlich zum Welt-AIDS-Tag am 01. Dezember erklärt dazu Katrin Budde, Fraktionsvorsitzende der SPD im Landtag:

Morgen wird weltweit der Welt-AIDS-Tag begangen, um auf die Krankheit aufmerksam zu machen und zum  Kampf gegen sie aufzurufen. „AIDS scheint im öffentlichen Bewusstsein nicht mehr so schlimm zu sein wie noch vor 30 Jahren“, erklärt die Katrin Budde, Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion und SPD-Landesvorsitzende und verweist auf die höheren Zahlen an Neuinfektionen in Sachsen-Anhalt. „Der Umgang mit dieser nach wie vor gefährlichen Krankheit wird leichtsinniger. Wir brauchen wieder ein stärkeres gesellschaftliches Bewusstsein für den Kampf gegen die Krankheit."

Die AIDS-Neuansteckungsfälle sind in Sachsen-Anhalt sprunghaft gestiegen. Waren es im Jahr 2001 nur etwa 20 Neuinfektionsfälle, so haben wir im Jahr 2013 annähernd 70 Neufälle. Ebenso erheblich ist die Zahl der Syphilis-Neuansteckungen gestiegen. Das Robert-Koch-Institut schätzt die Zahl der HIV-Infizierten in Sachsen-Anhalt auf etwa 820 Personen. Davon sind etwa 75% männlich. Unter diesen Infektionsfällen sind schätzungsweise 380 noch nicht diagnostiziert. Seit dem Jahr 2001, so schätzt das Institut, sind bereits 120 Personen an der Krankheit gestorben.

 

Der Sozial- und der Finanzausschuss des Landtages von Sachsen-Anhalt haben daher für die Jahre 2015 und 2016 die Zahlungen an die AIDS-Hilfe Sachsen-Anhalt deutlich aufgestockt. „Gegenüber dem Haushaltsentwurf der Landesregierung haben wir die Ausgaben von etwa 190.000 Euro um 50.000 Euro für 2015 und 100.000 Euro für 2016 erhöht“, erklärte Budde. „Die Neuinfektionszahlen zeigen deutlich, dass dies notwendig war.“

Die AIDS-Hilfe ist in Sachsen-Anhalt in zwei Hilfsvereine aufgeteilt, die AIDS-Hilfe Sachsen-Anhalt Nord und die AIDS-Hilfe Sachsen-Anhalt Süd. Der Anteil der Landesmittel an den Ausgaben der AIDS-Hilfe Sachsen-Anhalt betrug bislang knapp 50 Prozent. Die übrigen 50 Prozent der Kosten musste der Verein über Spenden und Drittmittel einwerben. 

 
 

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